Neue Forschungsergebnisse deuten auf die Möglichkeit hin, den Alterungsprozess zu verlangsamen und vielleicht sogar umzukehren.
Die in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie zeigte, dass die Infusion von „exosomalen Vesikeln“ (sEVs) aus dem Blut junger Mäuse das Gehirn, die Leber, die Knochen, die Skelettmuskulatur, die Bauchspeicheldrüse und das Herz alter Mäuse verjüngen kann.
Was sind sEVs?
sEVs sind Nanovesikel, die von Zellen abgesondert werden und verschiedene Substanzen wie Proteine, Nukleinsäuren und microRNA enthalten.
Sie dienen als interzelluläre Botenstoffe, transportieren Informationen und tragen zum reibungslosen Funktionieren vieler Systeme im Körper bei.
Forschungsergebnisse:
- Die Transfusion junger sEVs in alte Mäuse verlängerte deren Lebensdauer deutlich um 12,4 %.
- Die Behandlung mit jungen sEVs verbesserte viele physiologische Funktionen, einschließlich kognitiver Funktionen, Lebergesundheit, Knochendichte, Muskelgesundheit, Pankreasfunktion und Herzfunktion.
- Testosteronspiegel, Spermienzahl, Spermienmotilität und Spermienchromatinintegrität stiegen bei männlichen Mäusen, die mit jungen sEVs behandelt wurden.
- Die Fruchtbarkeit weiblicher Mäuse, die mit jungen sEVs behandelt wurden, verbesserte sich.
Wirkungsmechanismus:
Der genaue Mechanismus, durch den junge sEVs eine Verjüngung bewirken, ist noch nicht ganz klar.
Die Forscher glauben jedoch, dass sEVs Substanzen liefern können, die die Zellregeneration, DNA-Reparatur und eine verbesserte Mitochondrienfunktion fördern.
Erwachsene Mäuse, behandelt mit jungen sEVs: Zusammenfassung zusätzlicher Ergebnisse
Verbesserung der Stoffwechselgesundheit:
- Sauerstoffverbrauch und Kohlendioxidproduktion sind höher
- Signifikante Verbesserung der Echokardiogramm-Parameter
- Verbesserung der Knochenarchitektur
- Die kortikale Atrophie nahm nach der Behandlung ab
Verminderte Zeichen der Hautalterung:
- SA-β-gal-Spiegel sanken in verschiedenen Organen
- Die Werte der reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) erreichten wieder die Werte junger Mäuse
- Die Ansammlung überschüssiger Glykationsprodukte wird beseitigt
Referenzen:
https://www.nature.com/articles/s43587-024-00612-4